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Seminar Physik und Chemie der Atmosphäre (Abstract)


Untersuchungen von CO2 und d13C in antarktischen Eiskernen - Rekonstruktion zeitlicher Veränderungen des globalen Kohlenstoffkreislaufs

Dr. Hubertus Fischer
Alfred-Wegener-Institut
Bremerhaven
hufischer@AWI-Bremerhaven.de

12.6.2001, 13.00 c.t.
Raum S3121
Lufteinschlüsse in polaren Eiskernen stellen weltweit das einzige natürliche Archiv für die Rekonstruktion der Atmosphärenzusammensetzung über die letzten bis zu 400.000 Jahre dar. Mit Hilfe hochaufgelöster CO2-records ist es so möglich, die CO2/Klima-Kopplung in der Vergangenheit und Veränderungen des globalen Kohlenstoffkreislaufs zu untersuchen. Insbesondere isotopische Studien erlauben dabei, Veränderungen des atmosphärischen CO2-Gehalts den dafür verantwortlichen Quellen zuzuordnen. Diese Untersuchungen zeigen, daß die Dynamik der terrestrischen Biosphäre für CO2-level im Verlauf stabiler Klimaperioden und deshalb auch für Prognosen der zukünftigen Entwicklung von großer Bedeutung sind. Während des Glazial/Interglazialübergangs sind dagegen vor allem Prozesse im Ozean für die Kopplung und Phasenbeziehung von Klima und atmosphärischem CO2-Gehalt verantwortlich.